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Freitag, 13. März 2015

Blogtour - Heißkalter Marmor - Pressefreiheit


Meinungs - und Pressefreiheit


"(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt." (Artikel 5. des Grundgesetzes)


Ein Bild - zwei Interpretationen...
Jeder kennt die Grundgesetze, jeder Journalist und Reporter bezieht sich auf den 5. Artikel des Grundgesetzes.
Doch in wie weit wird es überall praktiziert?
Auch wir in Deutschland rühmen uns einer Meinungs - und Pressefreiheit, obwohl deutliche Unterschiede in der Berichterstattung zu sehen sind, wenn man mehrere verschiedene Sender hat. Wie ich zum Beispiel: Ich habe das deutsche Fernsehen und das Russische. Und die Berichterstattung variiert enorm.
Aber nicht nur von Land zu Land scheint es verschiedene Auffassungen zu geben, sondern auch in den Religionen.
Und der Verstoß gegen diese Grundgesetze wiegt enorm, kostet sehr oft Menschenleben.
Man erinnere sich an das Attentat in Frankreich:
Was haben die Journalisten und Karikaturzeichner von der Satirezeitschrift Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 Falsches getan?
Im Grunde nichts, außer einer Karikatur vom Propheten des Islams anzufertigen.
Es forderte Leben, weil es falsch und als Angriff aufgefasst wurde. (Es sei von uns betont, dass wir kein Problem mit dem Islam haben.)
Oder man nehme als Beispiel den Anschlag in Russland, wo der bekannte Regierungskritiker Boris Nemzow erschossen wurde.
Die Frage ist jetzt: Wurde er im Auftrag von Wladimir Putins Regierung umgebracht? Oder hat gar die Opposition selbst ihre Finger im Spiel, um ein schlechtes Licht auf den derzeitigen Präsidenten zu werfen? Oder ist eine dritte Seite im Spiel?
In beiden Fällen war der einzige Fehler von den Menschen, dass sie ihre Meinung gesagt haben. Auf dem Papier mag das Grundgesetz gelten, die Zensur verboten sein, aber wie oft bekommt man das Gefühl, dass einem etwas vorenthalten wird?
Meistens denkt man an Zensur und Einschränkung der Meinungs - und Pressefreiheit an Länder wie China, Korea oder die Kriegsgebiete im allgemeinen, aber wenn man sich ganz genau bei uns umsieht, weit weg von Diktatur und instabilen Verhältnissen, dann ist es nicht abwegig, dass auch hier Zensur herrscht.

Im Buch "Heißkalter Marmor" von Kim Henry ist die Pressefreiheit eines der zentralen Themas. Es spielt in Turkmenistan, wo die Presse - und Meinungsfreiheit nicht gerade hoch gehalten wird.


Aleksey ist ein Reporter, der alles dafür tun möchte, damit die Missstände seines Heimatlandes aufgedeckt werden. Dafür ist er bereit, sein Leben zu riskieren, was in diesem Land sogar notwendig ist, um solche Reportagen zu veröffentlichen. Dann ist da noch Vianne, eine Hebamme, der deutlich bewusst wird, was die Regierung alles versucht zu vertuschen. Zusammen versuchen die beiden die Geheimnisse und Staatsaffairen aufzudecken, damit sich endlich etwas an den unwürdigen Zuständen, unter denen die normale Bevölkerung leiden muss, ändert. Dabei geraten sie nicht nur einmal ins Visier des Geheimdienstes und müssen um ihr Leben bangen...

Obwohl die Handlung des Buches Fiktion ist, so wurden dennoch reale Ereignisse als Basis verwendet und es wurde wunderbar arkribisch recherchiert. Genau deswegen bekommt man schockierende Einblicke in die Welt des Journalismus in diesem Land. Die Reporter, die normalerweise frei und ohne Zensur ihren Beruf ausüben dürfen sollten, werden gnadenlos niedergeschossen, wenn sie etwas an die Öffentlichkeit bringen, das der Regierung nicht in den Kram passt, oder sie werden in Gefängnisse gesperrt, in denen sie im schlimmsten Fall gefoltert und misshandelt werden. Dabei können sie auf keine Hilfe hoffen, weder aus menschlicher noch aus medizinischer Sicht. Die Journalisten und Reporter werden als Unruhestifter gebranntmarkt und jeder, der nicht dasselbe Schicksal erleiden will, wie die Geächteten, halten sich von ihnen fern.
Leider gelangt die ungeschminkte Wahrheit nur brockenweise oder gar nicht an die Öffentlichkeit, denn all das wird natürlich von der Regierung vertuscht. Ebenso wie all die anderen grausamen Dinge und Ereignisse, die Vianne im Buch herausfindet und versucht zu verhindern oder zu verbessern. Niemanden kümmert es, die Reichen wollen nur ihren Reichtum wahren und verheimlichen die wahren Zustände.
Das regt einen ziemlich zum Nachdenken an, denn wer sagt uns, dass es in anderen Ländern nicht genauso oder noch schlimmer aussieht?

Das Buch "Heißkalter Marmor" öffnet einem die Augen noch etwas mehr, gibt tieferen Einblick in die Ungerechtigkeit, die ein Staat gegenüber dem Volk beziehungsweise gegen einen Einzelnen verübt. 
Meiner Meinung nach verdient jeder Reporter, der versucht solche Missstände aufzudecken und dadurch sein Leben riskiert, großen Respekt für seine Arbeit!


GEWINNSPIEL

Natürlich gibt es auch heute wieder ein Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es, wie sollte es anders sein, das Buch "Heißkalter Marmor".
Alles was ihr dafür  tun müsst, ist folgende Frage zu beantworten:

Würdet ihr euer Leben riskieren, um große Missstände in eurem Land aufzudecken?

Schickt die Antwort bis zum 20.03.2015 an buecherfunke@yahoo.de

Morgen geht es dann weiter mit der Blogtour bei http://buchblog.blog.de/ mit einem Interview der Autoren. 

Kommentare:

  1. Hallo... :D

    Toller Beitrag und toller Blog.
    Aber nun zu Deiner Frage.

    Ich denke eher nicht das ich mein Leben riskieren würde, ich sage zwar meine Meinung, aber ich würde mich nicht in 007 Manier in den Kampf stürzen.


    Liebe Grüße Susanne

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  2. Hallo,

    so spontan würde ich sagen...eher nicht. Allerdings hängt das natürlich auch von den genauen Missständen und meiner persönlichen Motivation in dem Bereich ab.

    LG Petra

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  3. Hallo!
    Danke für Deinen Beitrag, hab mich a so ein wenig umgeguckt auf Deinem Blog, find ihn echt toll u. werd sehr gern ein Follower von Dir :-) Freu mi schon auf zukünftige Beiträge!
    so nun zu Deiner Frage,
    mein Leben würde ich ehrlich gesagt nicht riskieren da ich da ganz "egoistisch" an meine Familie denke!
    ich würde vllt auf Missstände hinweisen, an Demos teilnehmen u. Leserbriefe schreiben aber mein Leben würde ich aus Liebe zu meiner Familie nicht riskieren!
    Glg Mimi
    mimis.lesesucht@gmail.com

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